Pflanzaktion nach der Flut in Kerala

Die Auswirkungen der Überschwemmungen nach der schweren Flut im August 2018 haben die Nahrungssicherung der Menschen, vor allem hinsichtlich des Anbaus von Gemüse und Obst in Kerala enorm beeinträchtigt. Daher hat BASIS die Initiative ergriffen und sich mit verschiedenen Landwirtschaftsämtern aus der Umgebung in Verbindung gesetzt, um eine Pflanzenaktion ins Leben zu rufen, damit verschiedene Arten von Setzlingen (Auberginen, Tomaten, Peperoni, Spinat und Bohnen) an die Zivilbevölkerung verteilt werden können.

Das dafür benötigte Saatgut wurde aus anderen indischen Bundesstaaten erworben, da die Bestände durch die Überschwemmung in Kerala vernichtet wurden. Die Menschen mussten nicht nur ihre Felder der Flut überlassen, sondern haben auch ihr Hab und Gut verloren, wodurch viele in finanzielle Not gerieten. Die Aktion wird daher von den Betroffenen gerne angenommen und sehr geschätzt. Insgesamt werden derzeit 300.000 Pflanzen von BASIS großgezogen und verteilt, wovon bereits 100.000 ausgeliefert wurden. Die Samen (je nach Gemüseart 1-2 Stück) werden in eine wöchentlich neu hergestellte biologische Kompostmischung eingesetzt, die wiederum in sogenannte Pflanzentabletts gefüllt wird. In einem Tablett können 98 Samen keimen, welche dann je nach Sorte in 4 Tagen bis 4 Wochen zu kleinen Pflänzchen heranwachsen. Um die vielen Tabletts zu lagern, ist in BASIS bereits der Platz im Gewächshaus, welches 100.000 Pflanzen aufnehmen kann, vollkommen ausgereizt. Deshalb wurden weitere Gestelle zur Lagerung gebaut und aufgestellt. Die Pflanzen sind nach einer Dauer von 6-8 Wochen bereit für die Auslieferung und werden dann mit einer Größe von etwa 10-20 cm durch die Landwirtschaftsämter im Umkreis von 20 km verteilt. Binnen 3 Wochen tragen die Pflanzen erste Früchte.

Die Herstellungskosten (Lohn und Material) für ein Tablett belaufen sich auf etwa 7 Euro, wovon die Landwirtschaftsämter ca. ein Drittel übernehmen. BASIS will nach Abschluss des jetzigen Projekts nochmals 200.000 Samen setzen und diese Schulen und Dorfgemeinschaften zukommen lassen.

Für Saatgutgewinnung, Vorbereitung des Biodüngers, Pflanzenaufzucht, Kleinmaterialien etc. übernimmt der FIH eine fördernde Summe von einmal 930,- € und ein weiteres Mal von 1.500,- €.